Das noch auf der Wache befindliche Personal konnte umgehend mit der Drehleiter und dem Einsatzleitwagen zur Einsatzstelle ausrücken, ehe der Rest des Löschzuges kurz darauf folgte.
Bereits auf Anfahrt war ein größerer Rauch- und Feuerschein sichtbar. Parallel meldeten ersteintreffende Kräfte des Rettungsdienstes ein in Vollbrand stehender Mülltonnenunterstand mit enormen Flammschlag samt Übergriff auf die Fassade des Gebäudes. Alle Bewohner hatten das Haus zu dieser Zeit schon eigenständig verlassen und sich in Sicherheit gebracht.
Bei Ankunft der Drehleiter aus dem Löschbezirk Mitte, leiteten die örtlichen Kräfte aus Webenheim bereits den ersten Löschangriff unter Atemschutz, samt Riegelstellung zu Balkonen und Dachfirst ein.
Parallel wurde die Drehleiter in Stellung gebracht und mit Wasser versorgt, sodass ein weiterer Löschangriff von oben erfolgen konnte. Die Flammen schlugen bei Ankunft bereits meterhoch bis unter das Dach und brachten ein Fenster im zweiten Obergeschoss bereits zum Bersten.
Binnen kürzester Zeit war das Feuer unter Kontrolle gebracht bis nach knapp 10 weiteren Minuten die Meldung „Feuer aus!“ erfolgte.
Ein Übergreifen auf Dach und Balkone konnte damit verhindert werden.
Dennoch stellte die Wärmeisolierung des Gebäudes die Kräfte vor große Herausfordeungen. Die unter dem Putz befindlichen Styroporelemente brannten auf einer Höhe von ca. 6 Metern und mussten großflächig entfernt werden, um Glutnester aufzuspüren und abzulöschen. Dies erfolgte über das Personal im Korb der Drehleiter.
Nach großflächiger Demontage der betroffenen Bereiche, wurden diese noch zusätzlich mit einem Schaum-Netzmittel-Gemisch abgelöscht.
Zwei Etagen und Wohnungen mussten zudem mittels Überdrucklüfter von eingedrungenen Rauchgasen befreit werden.
Insgesamt befanden sich mit den Einheiten aus Mitte, Mimbach und Webenheim drei Löschbezirke mit rund 40 Einsatzkräften am Brandort. Hinzu kamen Rettungsdienst, Polizei und der Baubetriebshof. Nach rund zwei Stunden war auch dieser und letzte Einsatz einer dann doch recht arbeitsintensiven Silvesternacht beendet.
Fotos: Einsatzdokumentation, Feuerwehr Blieskastel