Dass dieses Einsatzstichwort aber durchaus einmal vorkommt, zeigte der heutige Alarm mit Auftrag „Tierrettung“. Seit knapp drei Tagen war Kater Fritz schon vermisst, und so trieb ihn seine Neugier (oder vielleicht auch nur der kulinarische Lockruf eines Vogels) wohl höher hinauf, als geplant und gedacht. Mit einem unüberhörbaren und klagenden Miauen machte er in knapp 20 Metern in der Spitze eines Nadelbaumes auf seine missliche Lage aufmerksam – und übertönte damit sogar das Martinshorn unserer angeforderten Drehleiter bei Ankunft.
Die Leiter der örtlichen Einheit aus Gersheim war leider zu kurz, und so entschied man sich für schwereres Geschütz und die Unterstützung aus Blieskastel. Wo man zunächst mit kratzendem und fauchendem Widerstand rechnete, ergab sich Kater Fritz dann doch recht schnell und ließ sich mit dem beherzten Griff eines Katzenkenners in den sicheren Korb der Drehleiter überführen. Am sicheren Boden angekommen, schauten wir in zwei durchnässte, unterkühlte, aber unglaublich dankbare Augen. Unser Wehrführer ließ es sich übrigens nicht nehmen, diese komplizierte, schwierige und nicht ganz ungefährliche Rettung persönlich durchzuführen!