Es war die erste der beiden Jahreshauptübungen der Jugendfeuerwehr. „Aufgrund der vielen Jugendlichen müssen wir zwei Jahreshauptübungen anbieten, um auch den Grundschutz in der Stadt Blieskastel nicht zu vernachlässigen. Wir können ja nicht überall Einsatzfahrzeuge abziehen“, so der Stadtwehrführer Marco Nehlig. Der Stadtjugendfeuerwehrwart Andreas Schiweck ergänzt: „Zurzeit haben wir 204 Jugendliche in den Jugendfeuerwehren der Stadt Blieskastel und sind somit die größte Jugendfeuerwehr im Saarpfalz-Kreis und eine der größten im Saarland“.
Gemeinsam mit 22 Betreuern und mit dem Material von 14 Einsatzfahrzeugen standen die Jugendlichen aus Blieskastel-Mitte, Aßweiler, Ballweiler, Mimbach, Niederwürzbach und Wolfersheim einer komplexen Einsatzlage mit mehreren Einsatzabschnitten gegenüber. Neben einem Innenangriff galt es, zwei Flächenbrände sowie eine technische Hilfeleistung zu bewältigen.
Bereits drei Minuten nach Übungsbeginn trafen die ersten Kräfte an der Einsatzstelle ein. Nur wenig später waren die ersten Löschwasserleitungen aufgebaut und die Wasserabgabe konnte aufgenommen werden. Mit dem Beginn des Innenangriffs um 11:10 Uhr war der erste große Meilenstein geschafft und die Menschenrettung lief auf Hochtouren. Parallel wurden die Löschangriffe auf den beiden Flächenbrandabschnitten weiter ausgebaut.
Wie routiniert die Jugendfeuerwehr dabei bereits miteinander arbeitet, zeigte sich im weiteren Übungsverlauf. Insgesamt kamen sieben C-Rohre und neun D-Rohre zum Einsatz. Auch die technische Rettung unter einer Baggerschaufel, die präzise Absprachen braucht, lief reibungslos und war um 11:19 Uhr abgeschlossen.
„Es war schön zu sehen, dass die Jugendlichen die geplanten Aufgaben gemeistert haben und wie viel Spaß sie dabei hatten“, erklärt Niklas Baldauf, der die Übung geplant hatte. Besonders erfreulich war dabei nicht nur die Geschwindigkeit, mit der die einzelnen Aufgaben abgearbeitet wurden, sondern dass jeder Handgriff saß und die Kommunikation untereinander funktionierte.
„Schon im Bereitstellungsraum zeigten die Jugendlichen einen sehr strukturierten Auftritt. Nach dem Eintreffen am Übungsort ging es wie gewohnt koordiniert weiter. Aufstellung hinterm Fahrzeug, Befehlsgabe und Durchführung der geforderten Aufgaben wurden sehr schnell und wirksam durchgeführt. Mit diesem hohem Ausbildungsniveau können die Jugendlichen dann umso besser in die Aktivwehr übertreten und in Zukunft für die Blieskasteler Stadtbezirke den ehrenamtlichen Brandschutz sicherstellen. Mein Dank geht an die Jugendlichen, aber auch an die Jugendwarte und Helfer (m, w), die das ganze Jahr über engagiert ausbilden. Den Jugendlichen war der Spaß während und nach der Übung anzusehen. Auch einen extra Dank an den Versorgungszug Ballweiler/Wecklingen, der uns während des Stadtzeltlagers / Dorfrally oder an unseren 2. Jahreshauptübungen immer bestens mit Essen versorgt“, so Stadtjugendfeuerwehrbeauftragter Andreas Schiweck.
Die Jahreshauptübung macht damit eindrucksvoll deutlich, welchen Stellenwert die Nachwuchsarbeit innerhalb der Feuerwehr Blieskastel hat. Neben der klassischen Feuerwehrarbeit stehen vor allem Verantwortung, Kommunikation und Miteinander im Vordergrund – Fähigkeiten, die bei jedem späteren Feuerwehreinsatz entscheidend sind.
Ein besonderer Dank gilt daher den 59 Jugendlichen, die konzentriert und engagiert bewiesen haben, was sie können, sowie den 22 Betreuerinnen und Betreuern und den Jugendwarten der Stadt sowie ihren Vertreterinnen und Vertretern.