Die defekte Feststellbremse eines fahrenden Güterzuges setze über mehrere Kilometer hinweg Böschungen und Grünstreifen in Brand. Gleich mehrere Brandstellen zogen sich entlang der Bahntrasse Saarbrücken <> Mannheim von der Gemeinde Kirkel, bis ins Einsatzgebiet der Feuerwehr Homburg.
Wegen der zunächst unübersichtlichen und dynamischen Einsatzlage, wurden gleich mehrere, benachbarte Einheiten angefordert. Dies auch wegen bereits laufender Paralleleinätze durch weitere Vegetationsbrände und den benötigten Bedarf an Löschwasser.
Insagesamt 125 Kräfte mit 25 Fahrzeugen waren zeitweise im Einsatz. Darunter auch 25 Kräfte mit 5 Fahrzeugen der Feuerwehr Blieskastel. Diese waren im Streckenabschnitt Geistkircher Hof bis Limbach eingesetzt. 19 weitere Kräfte leisteten mittels Einsatzbereitschaft den Grundschutz der Stadt Blieskastel.
Die Brandherde konnten mittels massivem Löscheinsatz und mit vereinten Kräften alle unter Kontrolle gebracht und gelöscht werden. Dennoch wurden durch die teils massive Hitze- und Brandeinwirkung mehrere Kabelschächte der Bahn beschädigt, was wiederum einen großflächigen Ausfall von Internet und Telekommunikation in gleich mehreren Stadt- und Gemeindeteilen des gesamten Kreises mit sich brachte.
Wegen der zunehmenden Einsatzthematik „Extremwetterlagen“, hält die Feuerwehr der Stadt Blieskastel neben einem Fachzug für Starkregen und Hochwasser übrigens auch einen Fachzug für Wald- und Vegetationsbrände vor. Diese setzen sich aus mehreren Löschbezirken zusammen, und wurden durch die Initiative des Wehrführers, Marco Nehlig, seinem Stellvertreter, Oliver Schlemmer sowie im Auftrag des Bürgermeisters, Bernd Hertzler, beauftragt und fest installiert.
Auch wenn dieser Brand mutmaßlich durch einen mechanischen Defekt verursacht wurde, bitten wir in den kommenden Tagen dennoch um allerhöchste Vor- und Umsicht im Blick auf die völlig ausgetrockneten Wälder und Wiesen.