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66440 Blieskastel, Bliesgaustraße 31

MASSIVER FLÄCHENBRAND

| +Einsatz

Gleich mehrere Einsätze beschäftigen die Feuerwehr Blieskastel mit zahlreichen Löschbezirken am gestrigen Sonntag - der letzte Einsatz für diesen Tag sollte auch der Grösste sein.

Gegen 20:15 Uhr wurden die Löschbezirke 10 (Brenschelbach) und 12 (Pinningen) zunächst zu einem gemeldeten Flächenbrand in Höhe der L104 zwischen Brenschelbach und der Landesgrenze Richtung Hornbach alarmiert. Hinzu kam die Führungskomponente mit dem Einsatzleitwagen aus dem Löschbezirk 1 (Blieskastel-Mitte). Selbst von der dortigen Feuerwache war die noch kilometerweit entfernte Rauchsäule bereits zu sehen.

Da mit einem massiven Brandgeschehen und großem Löschwasserbedarf zu rechnen war, wurde noch zusätzlich der LB (Böckweiler) alarmiert.

Die ersteintreffenden Fahrzeuge und Rückmeldung der Wehrführung ergaben, dass sich der Brand doch weiter entfernt, neben der D35A (Rue National) in Richtung Bitche, auf französischer Seite, befand. Kräfte aus Frankreich waren bereits damit beschäftigt, einen brennenden Mähdrescher zu abzulöschen. Von dort aus liefen die Flammen ungehindert in Richtung Feld und Wald. Wegen dieser Umstände verständigten sich die drei agierenden Leitstellen darauf, die anrückende Hilfe aus Deutschland anzunehmen. Gemeinsam mit den Kräften der Feuerwehr Zweibrücken, der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land und den Einheiten aus Frankreich, konnte der Brand schließlich kurz vorm Wald gestoppt und eingekesselt werden. Die enorme Hitze und teils teils heftigen Winde erschwerten jedoch die Löscharbeiten erheblich.

Zum Einsatz im Gelände kam neben dem neuen LF10 aus Brenschelbach auch ein spezielles, geländegängiges Waldbrandfahrzeug der Feuerwehr Zweibrücken. Dieses ist explizit für Vegetationsbrände ausgelegt und fasst 4.000 Liter Wasser.

Dieser Einsatz zeigte am Paradebeispiel: Feuerwehr und Kampfgeist kennt keine Grenzen!

Ein ähnliches Brandereignis forderte etwas voher am Nachmittag die Feuerwehren aus Zweibrücken und Homburg. Auf einem Feld bei Ernstweiler brannte ebenfalls ein Mähdrescher mit Umland und staubtrockener Vegetation.

Auch hier war die Rauchsäule so enorm, dass selbst aufmerksame Anwohner aus Niederwürzbach, Bierbach und Bexbach den Notruf absetzten, da die Quelle der Rauchsäule zunächst nicht klar zu orten war. 

In allen Fällen konnte hier der Brand im benachbarten Rheinland-Pfalz als Ursache lokalisiert werden.

Leider bestätigte sich eine Brandstelle in Niederwürzbach dennoch, dort brannte ein Baumstumpf, samt umliegender Waldfläche.

Auch dies wohl eher nicht durch Zufall oder Selbstentzündung - was uns wiederum wirklich sauer und wütend macht!

Die andauernde Trockenheit und sonnig-windige Wetterlage, wird uns auch in den nächsten Tagen beschäftigen. Wir bitten daher um äusserste Vorsicht und jede noch so kleine Rauchentwicklung direkt zu unter 112 zu melden.

Fotos: Privat/Feuerwehr Einsatdokumentation

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