Die ersteintreffenden Kräfte verschafften sich zunächst einmal ein Bild über die Lage. Schnell stellte sich heraus, dass die Lage nur mit weiteren Einheiten abgearbeitet werden kann. Umgehend wurden weitere Löschbezirke aus Bierbach, Niederwürzbach, Kirkel-Neuhäusel, sowie eine zweite Drehleiterkomponente aus Homburg alarmiert. Die Löschbezirke Webenheim und Assweiler stellten den Grundschutz für die Stadt. Des Weiterhin wurden die Absturzsicherungsgruppe (ASG) und der Versorgungszug aus dem Löschbezirk Ballweiler-Wecklingen alarmiert. Um sich ein Bild der Lage aus der Luft zu machen, wurde auch die Drohneneinheit aus Homburg zur Einsatzstelle in die Neunkircher Straße alarmiert, welche über die komplette Einsatzdauer voll gesperrt war.
Neben der Bergung und Sicherung vieler loser Dachziegel wurden abgedeckte Stellen wieder verschlossen und Gefahrenstellen beseitigt. Ein Mehrfamilienhaus hat es besonders schwer getroffen, sodass noch am Abend mit der Hilfe beider Drehleitern ein angefordertes und provisorisches Notdach des Landesfeuerwehrverbandes aufgebracht werden konnte. Dieses wurde über die Logistikkomponente der Feuerwehr Kirkel zur Einsatzstelle verbracht. Gleich zwei Kamine wurden ebenfalls massiv beschädigt, und mussten durch die Einsatzkräfte teils abgetragen werden. Wegen der provisorischen Noteindeckung und der massiven Beschädigung an den Kaminen, wurde für die Heizanlage des betroffenen Anwesens eine Nutzungsuntersagung ausgesprochen. Unterstützt wurde die Feuerwehr durch die Polizeiinspektion Homburg, welche auch die Vollsperrung des betroffenen Straßenzuges veranlasste.
Neben dem Wehrführer der Stadt Blieskastel, Marco Nehlig, welcher auch die Einsatzleitung übernahm, machte sich auch der Blieskasteler Bürgermeister, Bernd Hertzler vor Ort ein Bild der Lage. Beide lobten das professionelle, zielgerichtete Handeln und die reibungslose Zusammenarbeiten aller Einsatzkräfte. Trotz massiver Schäden, wurden glücklicherweise keine Bewohner, Passanten oder Einsatzkräfte verletzt. Insgesamt war die Feuerwehr mit knapp 95 Kräften rund vier Stunden im Einsatz. Für den Löschbezirk Blieskastel-Mitte war dies bereits der 100. Einsatz für das Jahr 2026.
Bilder: Einsatzdokumentation Feuerwehr Blieskastel