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66440 Blieskastel, Bliesgaustraße 31

WASSERFÖRDERUNG FLIESSENDES GEWÄSSER

Erstellt von Christian Endlich | | +Presse

Die Feuerwehrübung am 01.06.2026 hatte als Schwerpunkt, die Wasserversorgung aus einem angestauten Bach zu üben. Das Ziel war es, eine leistungsstarke Löschwasserversorgung für einen Bodenwerfer des TLF 1/23 und den Werfer der Drehleiter 1/31 unter realistischen Bedingungen zu gewährleisten.

Das Szenario simulierte einen ausgedehnten Brand auf dem ehemaligen Mimbacher Sportplatz, bei dem gezielt der sogenannte „ozeanische Löscheffekt“ erzielt werden sollte – also ein massiver und kontinuierlicher Löschmitteleinsatz mit hoher Wasserabgabe. Vor Ort waren die Drehleiter 1/31, ein Tanklöschgruppenfahrzeug (TLF16/25 - 1/23), das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF 1/46) sowie der Rüstwagen (RW2 1/52) im Übungseinsatz. Die zentrale Schlüsselrolle übernahm dabei die Mannschaft des TLF. Dessen Pumpe versorgte im Verlauf der Übung beide eingesetzten Werfer zuverlässig mit Löschwasser.

Eine besondere Herausforderung stellte die Wasserentnahme dar. Zu Beginn der Übung stand nicht ausreichend Wasser am Fließgewässer zur Verfügung. Daher musste zunächst eine Staustufe im Bach errichtet werden. Parallel dazu wurde der Oberlauf auf mögliche Abflussstörungen oder zusätzliche ungewollte Rückhaltemöglichkeiten überprüft, um die Wasserverfügbarkeit nachhaltig zu verbessern.

Die Zusammenarbeit der Einheiten erfolgte strukturiert und einsatztaktisch klar gegliedert: Die Besatzung des TLF war maßgeblich für die Wasserentnahme verantwortlich. Der Rüstwagen unterstützte beim Aufbau der Staustufe. HLF und Drehleiter übernahmen die Vornahme der Werfer sowie deren taktisch sinnvolle Positionierung.

Im Ergebnis konnte die Übung wichtige Erkenntnisse liefern. Insbesondere wurden verschiedene Möglichkeiten zur effektiven Stauung von Gewässern vertieft. Zudem konnten typische Herausforderungen bei der Wasserentnahme aus offenen Gewässern praxisnah erkannt und bewertet werden. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Verständnis der erforderlichen Pumpenleistung zur Versorgung leistungsstarker Löschgeräte.

Die Übung zeigte eindrucksvoll, wie entscheidend eine funktionierende Wasserversorgung für den Einsatzerfolg ist – insbesondere bei großflächigen Brandlagen mit hohem Löschmittelbedarf.

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